Das ADA Talentförderprogramm

Egon von Neindorff hat meine reiterliche und ausbilderische Entwicklung weit über das gewöhnliche Maß hinaus geprägt und gefördert. Neben der praktischen Ausbildung vermittelte er vor allem eine klare Haltung: die Verpflichtung gegenüber dem Pferd und gegenüber der klassischen Reitkunst.
Das „ADA“ (Ausbildung der Ausbilder)-Programm gründet auf den Prinzipien der reinen klassischen Reitlehre nach François Robichon de La Guérinière und Egon von Neindorff, wie sie in einer klaren, pferdegerechten und logisch aufgebauten Ausbildung überliefert wurden. Ziel ist es, diese über Generationen bewährte Reitkunst in ihrer ursprünglichen Form zu bewahren und durch qualifizierte Ausbilder weiterzugeben. Die klassische Reitkunst wird dabei nicht als Stilrichtung verstanden, sondern als überlieferte Handwerkskunst, die auf Erfahrung, Wissen und sorgfältiger Schulung beruht.

Ziel der ADA-Talentförderung für Berufrsreiter:

Das ADA-Programm richtet sich bewusst nicht an Anfänger, sondern an bereits tätige Ausbilder und professionelle Reiter, die ihre Kenntnisse vertiefen und ihre Lehrtätigkeit auf eine solide klassische Grundlage stellen möchten. Im Mittelpunkt steht die Weitergabe der reinen klassischen Lehre – einer Ausbildung, die sich konsequent an den natürlichen Bewegungsabläufen und der mentalen Entwicklung des Pferdes orientiert.

Ziel des Programms ist es, Ausbilder so zu fördern, dass sie selbst wiederum zu Trägern und Vermittlern dieser Reitkultur werden können. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die klassische Reitkunst auch zukünftigen Generationen unverfälscht zugänglich bleibt.

Die Arbeit im ADA-Kader basiert auf folgenden Grundprinzipien:

  • Konsequente Orientierung an der klassischen Reitlehre
  • Respektvoller und pferdegerechter Umgang mit dem Pferd
  • Systematische und logisch aufgebaute Ausbildung
  • Entwicklung von Gefühl, Timing und Beobachtungsgabe
  • Verständnis für Biomechanik und Bewegungsabläufe
  • Vermittlung von Unterrichtskompetenz
  • Verantwortung gegenüber Pferd und Schüler

Egon von Neindorff bat seine Schüler ausdrücklich darum, das Banner der klassischen Reitkunst weiterzutragen und lebendig zu halten – auch dort, wo dies mit Widerständen verbunden ist. Insbesondere die Entwicklung innerhalb der Verbandsstrukturen entfernt sich nicht selten von den ursprünglichen Grundsätzen der klassischen Reitlehre. Umso wichtiger ist es, die überlieferte, pferdegerechte Ausbildung bewusst zu bewahren und weiterzugeben.

2024 entstand aus dem Talentförderungsprogramm eines Reiterkollegen das ADA-Programm „Ausbilder der Ausbilder“, das auch ich im Sinne Egon von Neindorffs und der klassischen Reitkunst mit großer Überzeugung weiterführe.